Der Wiener Neustädter Altar
Der Wiener Neustädter Altar, 1447 datiert, nach der
auf der Predella angebrachten Devise AEIOU als Stiftung
Kaiser Friedrichs III. erkennbar, ist ein vierflügeliger
Wandelaltar, an dem sehr deutlich die Herkunft des Flügelaltares
aus dem Reliquienschrank zu erkennen ist.
Hinter den bei geöffneten Predellenflügeln sichtbaren
gotischen Maßwerkfenstern wurden früher Reliquien
aufbewahrt.
Er kam der Überlieferung nach aus Viktring in Kärnten,
wurde aus älteren Teilen für das Zisterzienserkloster
St. Bernhard in Wiener Neustadt hergestellt.
Erst im Jahr 1883 gelangte er nach St. Stephan, wo er im
Apostelchor Aufstellung fand; nach dem Krieg stand er als
provisorischer Hochaltar am Beginn des Langhauses, ab 1952
fand er seinen Platz im Frauenchor.
In geschlossenem Zustand (Werktage) zeigen die großen
Altarflügel Heilige auf dunklem Grund, in halbgeöffnetem
Zustand (Sonntage) Heilige auf Goldgrund; insgesamt 72 populäre
Heilige - die Zahl 72 steht nach der mittelalterlichen Zahlenallegorese
für die vollkommene Fülle (alle Heiligen);
der ganz geöffnete Altar stellt plastisch das Marienleben
dar.
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Heute befindet sich am Wiener Neustädter
Altar der Haupttabernakel des Domes
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