Der Taufstein
Der Taufstein von St. Stephan, der sich heute in der Katharinenkapelle
unter dem hohen Turm befindet, stand ursprünglich, bis
in die Mitte des 17. Jahrhunderts im Zentrum der Kirche vor
der Schranke des Chorgestühls.
Im Jahr 1476 wurde mit der Arbeit an dem vierzehneckigen
Taufbecken aus rotem Salzburger Marmor begonnen; eine Inschrift
am Rand des Beckens bezeichnet es 1481 als vollendet.
Seine Bildsprache deutet und erklärt das Leben der Menschen
aus dem Glauben vom Beginn bis zu seinem Ende: Am Fuß,
als Fundament der Offenbarung, die vier Evangelisten mit ihren
Attributen; über ihnen, an den Seitenwänden des
steinernen Beckens, würdevolle Reliefs Christi, der zwölf
Apostel und des hl. Stephanus, des Kirchenpatrons.
Eine Inschrift am Rand des Beckens erinnert an den Auftrag
Christi:
"Geht hin über den Erdkreis und predigt aller
Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden,
wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden."
Den Taufstein bekrönt der, an eine Turmfiale erinnernde,
hölzerne siebeneckige, reich verzierte Aufsatz, der als
Schalldeckel über der Kanzel angebracht war.
Bekrönt von einer realistischen Darstellung der Taufe
Jesu im Jordan, führt er dem Betrachter in sieben Holzreliefs
die sieben Sakramente vor Augen.
Vollplastische Figürchen in zierlichen Schreinen mit
durchbrochenen Wangen und maßwerkgeschmückten Hintergründen,
aufgebaut wie auf einer kleinen Drehbühne, erzählen
mit einer Fülle von Details in volkstümlicher Weise
aus dem kirchlichen Leben der Zeit.
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Der Taufstein in der Kahtarinenkapelle
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Das Sakrement der Firmung auf dem Aufsatz
des Taufsteines
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