Der Alte Frauenaltar
Der Alte Frauenaltar, vormals Simon und Juda-Altar, durch
das rundumlaufende Gitter als "Speisaltar" erkenntlich,
nahm im Jahr 1693 das spätgotische, hoch verehrte Gnadenbild
aus dem Jahr 1493, "Maria in der Sonne" auf.
Der Altarentwurf geht auf Mathias Steinl zurück, die
Votivtafel führt uns in den bürgerlichen Andachtsraum,
wo es um keine tiefgreifenden Fragen geht, sondern einfach
um den Glauben.
Die Mariendarstellung lehnt sich fast wörtlich an den
Schongauerstich "Madonna mit dem Apfel"
an.
Das Jesuskind hält einen Apfel oder eine Birne (Symbol
der Liebe Christi), zwei Engel halten die Infelkrone, wie
sie für Kaiser Friedrich III. überliefert ist, zu
Füßen der Muttergottes haben sich, säuberlich
nach Geschlechtern getrennt, die Stifter versammelt, in den
Händen Rosenkränze haltend. Es ist ein Bild schlichter
Frömmigkeit.
Die himmlische und die irdische Welt haben verschiedene
Dimensionen. Maria hat den Mond zu Füßen und ist
von der Sonne umstrahlt, als "Mater admirabilis".
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Der Alte Frauenaltar -
Maria in der Sonne
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