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Das Langhaus von St. Stephan

Im Jahr 1359 begann Rudolf IV. mit der Erweiterung "seiner Kirche". In der Gegend des heutigen Südturmes legte er den Grundstein und machte den ersten Spatenstich. 1433 wurde der hohe Turm vollendet. In der Folge wuchsen, wie Schalen, zu beiden Seiten des alten romanischen, die Wände des gotischen Langhauses empor. In den dreißiger Jahren des 15. Jahrhun-derts wurde, wie die Kirchenmeisteramtsrechnungen berichten, das spätromanische Langhaus abgerissen. Ab dem Jahr 1440 wurde der mächtige Dachstuhl aus Lärchenholz erbaut, danach erst konnte mit der Einwölbung begonnen werden. Baumeister von St. Stephan war zu dieser Zeit Hans Puchsbaum. In Dreiergruppen angeordnete Konsolen und Baldachine an den Pfeilern des dreischiffigen Langhauses machten diese zu Trägern eines reichen Bildprogrammes. Insgesamt 77 Figuren und Figurengruppen, von bürgerlichen Stiftern in die Kirchen "hineingestiftet", markieren so noch heute eine Wegandacht hin zum Hochaltar.

Vom Sonnenlicht überflutetes Langhaus

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